Heute ist Freitag, der 29. August 2008

 
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  Tuning - Tipps

W I N P A G E -- WinXP (System-Tuning)
Einleitung

Mit den Performance-Tipps ist es so eine Sache. Die allermeisten dieser Tipps bringen in der Praxis keinerlei messbaren Erfolg. Die meisten sind schlicht und einfach unsinnig. Mehr dazu in --> DIESER Rubrik.
Selbst die übrigbleibenden mehr oder weniger sinnvollen Tipps bringen auf einem aktuellen Rechner, der angemessen mit Arbeitsspeicher versorgt ist, keine spürbare Performancesteigerung. Wer es trotzdem versuchen möchte, findet nachfolgend ein paar Möglichkeiten.
 


Hyperthreading

Seit dem Service Pack 1 unterstützt Windows XP Hyperthreading, wie es bei den neuen Pentium-4 Prozessoren ab 2,4 Ghz Taktfrequenz zum Einsatz kommt. Die Hyperthreading-Technologie gaukelt den Betriebssystem einen zweiten Prozessor vor, was natürlich bei bestimmten Anwendungen für einen deutlichen Leistungsschub sorgt.

In Windows XP sind keine weiteren Einstellungen dazu notwendig, lediglich im BIOS muss die "Hyper Threading Technology" aktiviert sein. Ob das ganze aktiv ist, erkennt man daran, dass im Gerätemanager unter "Prozessoeren" zwei CPU´s aufgeführt werden.
 


Auslagerungsdatei

Eine immense Bedeutung für die Systemgeschwindigkeit hat die Auslagerungsdatei PGEFILE.SYS. Windows schreibt sogenannte Speicherseiten in das lokale File, wenn der Arbeitsspeicher knapp wird.
Die Größe wird von Windows im Normalfall dynamsich verwaltet, was eigentlich so auch richtig ist. Dies führt allerdings durch die ständige Größenänderung der Datei zum Fragmentieren des Files. Deshalb sollte man eine feste Größe wählen, indem man für Anfangs- und Endgröße die gleichen Werte verwendet.

Als optimale Größe hat sich der 1,5-fache Wert der von Windows vorgeschlagenen Größe bewährt.
Wer es ganz genau wissen möchte, kann alle Programme öffnen, mit denen normalerweise gearbeitet wird. Der Taskmanager zeigt dann recht zuverlässig die tatsächliche Ressourcenauslastung an.

Die Auslagerungsdatei wird in der Systemsteuerung unter SYSTEM - ERWEITERT - SYSTEMLEISTUNG und dort unter ERWEITERT konfiguriert.
 


Indizierung entfernen

Bei jeder Suche nach Ordnern oder Dateien wird das Ergebnis in den Arbeitsspeicher geladen, um bei der nächsten Suche das Ergebnis schneller präsentieren zu können. Die Suche wird dadurch in der Tat wesentlich beschleunigt. Allerdings leidet die Gesamtperformance, da dazu Arbeitsspeicher verbraucht wird. Wer also auf die schnellere Suche verzichten kann, sollte die Indizierung ausschalten.
Dazu mit der rechten Maustaste auf das gewünschte Laufwerk klicken und unter "Eigenschaften" den Haken bei "Laufwerk für schnelle Dateisuche indizieren" entfernen. Die Änderungen für alle Unterordner und Dateien übernehmen.

Bei FAT oder FAT32 Laufwerken steht die Option nicht zu Verfügung.
 


Systemwiederherstellung abschalten

Die Systemwiederherstellung ermöglicht es WinXP nach belieben wiederherzustellen. Man muss lediglich einen sogenannten “Systemwiederherstellungspunkt” setzen. Zu einem späteren Zeitpunkt ist es dann möglich zu diesem zurückzuspringen und so mögliche Fehler zu beseitigen. Leider benötigt die Funktion einiges an Festplattenplatz.
Wer also der Meinung ist, auf dieses Feature verzichten zu können, der kann dies komplett deaktivieren. Man sollte sich aber im klaren darüber sein, dass damit der Rettungsanker der Systemwiederherstellung nicht mehr zur Verfügung steht.

Dazu in der "SYSTEMSTEUERUNG" unter "SYSTEM" auf "Systemwiederherstellung" und dort das Häckchen bei "Systemwiederherstellung auf allen Laufwerken deaktivieren" setzen.

Leider funktioniert diese Art der Deaktivierung manchmal nicht. Daher noch in der Registry unter "HKEY_LOCAL_MACHINE \ SOFTWARE \ Microsoft \ Windows NT \CurrentVersion \ SystemRestore" den Wert "DisableSR" auf "1" setzen. Wenn der Wert noch nicht existiert muss er als REG_DWORD angelegt werden.
 


System File Protection

Bei jdem Systemstart scannt die "System File Protection" sämtliche Windows System-Dateien. Bei Bedarf wird die Datei repariert, indem sie aus einem versteckten Ordner (\Windows\system32\dllcache) kopiert wird, in dem ein Duplikat jeder orginal Windows System-Datei aufbewahrt wird. Das kann dann schon mal 300 MB oder mehr beanspruchen.

Um den Ordner zu leeren gibt man unter "START - AUSFÜHREN" folgendes ein: "sfc /purgecache".
Die Systemdateien werden nun geprüft und der Ordner anschließend geleert.

Nun sollte man den Ordner für die Zukunft auf eine bestimmte Größe beschränken. Dazu wieder unter "START - AUSFÜHREN" folgendes eingegeben: "sfc /cachesize=100". Damit wird der Platz auf 100 MB beschränkt.

Wer ohnehin genügend Festplattenplatz zur Verfügung hat, kann getrost auf einen eingriff an dieser Stelle verzichten.
 


Mehr als 2 Downloads gleichzeitig

Mit dem Internet Explorer sind standardmäßig nur 2 Downloads gleichzeitig möglich. Auch das Surfen auf mehreren Seiten gleichzeitig (mehrere Browserfenser) ist beschränkt.
Dies läßt sich mit 2 neuen Einträgen in der Registry beheben. Dazu unter "HKEY_CURRENT_USER \ Software \ Microsoft \ Windows \ CurrentVersion \ Internet Settings" die beiden Werte "MaxConnectionsPerServer" und "MaxConnectionsPer1_0Server" jeweils als DWORD-Wert anlegen und ihnen die Dezimal-Werte "8" zuweisen.

Den Wert gibt es natürlich auch für den Firefox-Browser.
Hier einfach im Browser als Adresse "about:config" aufrufen. Die Konfiguration der gleichzeitigen Verbindungen ist über die folgenden 4 Einträge erreichbar:
- network.http.max-connections
- network.http.max-connections-per-server
- network.http.max-persistent-connections-per-proxy
- network.http.max-persistent-connections-per-server
 


Versteckte Autostartprogramme deaktivieren

Zusätzlich zu den normalen Autostart-Ordnern gibt es noch weitere Möglichkeiten, wie sich Programme und Treiber automatisch starten lassen. Von Zeit zu Zeit sollte man prüfen, was sich da so alles angesammelt hat.

Dazu gibt es das Tool "MSCONFIG". Um es zu starten gibt man unter "START - AUSFÜHREN" einfach "msconfig" ein.
Unter "Systemstart" kann man nun prüfen, was beim Systemstart so alles gestartet wird.
 


Menüverzögerung ändern

Die Verzögerung beim Öffnen der Menüs (z.B. Startmenü, Favoriten oder Kontextmenü) läßt sich leicht in der Registry anpassen. Dazu unter HKEY_CURRENT_USER \ ControlPanel \ Desktop den Wert für "MenuShowDelay" anpassen.

Der Standardwert beträgt "400". Bei einem Wert von "0" werden die Menüs ohne Verzögerung geöffnet.

Wer auf sämtliche grafischen Spielereien von Windows XP verzichten kann, der sollte sich einmal die Einstellungen in der Systemsteuerung unter SYSTEM --> ERWEITERT und hier unter dem Punkt "SYSTEMLEISTUNG" anschauen. Die "Visuelle Effekte" beeinflussen insbesondere den Desktopaufbau und den Aufbau der Bildschirmfenster.
 


Startdateien optimal anordnen
Ein neues Merkmal in Windows XP ist die Fähigkeit, die Startdateien optimal anzuordnen und zu defragmentieren. Dadurch werden alle Boot-Dateien neben einander auf der Festplatte angeordnet, um so schneller zu booten. Standardmäßig ist diese Option aktiviert, aber bei einigen Vorversionen (Beta und RC) war sie ausgeschaltet.
Wer also eine Beta- oder RC-Version sein Eigen nennt kann unter dem Registry-Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE \ SOFTWARE \ Microsoft \ Dfrg \ BootOptimizeFunction nachprüfen ob "Enable" auf"Y" steht.
 

Dienste ausmisten

Ein Tipp, der vielleicht noch am ehesten zur Leistungssteigerung beiträgt, ist das Beenden nicht benötigter Dienste. Dies sorgt nicht nur für eine eventuelle Leistungssteigerung, sondern trägt auch noch für eine Erhöhung der Sicherheit bei, da einige Dienste wie z.B. der Telnet-Dienst ein Sicherheitsrisiko darstellen können.

Allerings sollte man sich schon im klaren sein, welchen Dienst man im konkreten Fall beendet und für was der jeweilige Dienst zuständig ist, sonst kann es schnell zu einem bösen Erwachen kommen. Eine kleine hilfestellung soll unsere Übersicht über die notwendigen Dienste sein.

Die Übersicht ist unter DIESEM LINK zu finden.