W I N P A G E -- WinXP (System-Tuning)
| Einleitung |
| Mit den Performance-Tipps ist es so eine Sache.
Die allermeisten dieser Tipps bringen in der Praxis keinerlei messbaren
Erfolg. Die meisten sind schlicht und einfach unsinnig. Mehr dazu in -->
DIESER
Rubrik.
Selbst die übrigbleibenden mehr oder weniger sinnvollen Tipps bringen
auf einem aktuellen Rechner, der angemessen mit Arbeitsspeicher versorgt
ist, keine spürbare Performancesteigerung. Wer es trotzdem versuchen
möchte, findet nachfolgend ein paar Möglichkeiten.
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| Hyperthreading |
| Seit dem Service Pack 1 unterstützt Windows
XP Hyperthreading, wie es bei den neuen Pentium-4 Prozessoren ab 2,4 Ghz
Taktfrequenz zum Einsatz kommt. Die Hyperthreading-Technologie gaukelt
den Betriebssystem einen zweiten Prozessor vor, was natürlich bei
bestimmten Anwendungen für einen deutlichen Leistungsschub sorgt.
In Windows XP sind keine weiteren Einstellungen dazu notwendig, lediglich
im BIOS muss die "Hyper Threading Technology" aktiviert
sein. Ob das ganze aktiv ist, erkennt man daran, dass im Gerätemanager
unter "Prozessoeren" zwei CPU´s aufgeführt werden.
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| Auslagerungsdatei |
| Eine immense Bedeutung für die Systemgeschwindigkeit
hat die Auslagerungsdatei PGEFILE.SYS. Windows schreibt sogenannte Speicherseiten
in das lokale File, wenn der Arbeitsspeicher knapp wird.
Die Größe wird von Windows im Normalfall dynamsich verwaltet,
was eigentlich so auch richtig ist. Dies führt allerdings durch die
ständige Größenänderung der Datei zum Fragmentieren
des Files. Deshalb sollte man eine feste Größe wählen,
indem man für Anfangs- und Endgröße die gleichen Werte
verwendet.
Als optimale Größe hat sich der 1,5-fache Wert der von Windows
vorgeschlagenen Größe bewährt.
Wer es ganz genau wissen möchte, kann alle Programme öffnen,
mit denen normalerweise gearbeitet wird. Der Taskmanager zeigt dann recht
zuverlässig die tatsächliche Ressourcenauslastung an.
Die Auslagerungsdatei wird in der Systemsteuerung unter SYSTEM
- ERWEITERT - SYSTEMLEISTUNG und dort unter ERWEITERT
konfiguriert.
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| Indizierung entfernen |
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Bei jeder Suche nach Ordnern oder Dateien wird das Ergebnis
in den Arbeitsspeicher geladen, um bei der nächsten Suche das Ergebnis
schneller präsentieren zu können. Die Suche wird dadurch in
der Tat wesentlich beschleunigt. Allerdings leidet die Gesamtperformance,
da dazu Arbeitsspeicher verbraucht wird. Wer also auf die schnellere Suche
verzichten kann, sollte die Indizierung ausschalten.
Dazu mit der rechten Maustaste auf das gewünschte Laufwerk klicken
und unter "Eigenschaften" den Haken bei "Laufwerk
für schnelle Dateisuche indizieren" entfernen. Die Änderungen
für alle Unterordner und Dateien übernehmen.
Bei FAT oder FAT32 Laufwerken steht die Option nicht zu Verfügung.
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| Systemwiederherstellung abschalten |
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Die Systemwiederherstellung ermöglicht es WinXP nach
belieben wiederherzustellen. Man muss lediglich einen sogenannten Systemwiederherstellungspunkt
setzen. Zu einem späteren Zeitpunkt ist es dann möglich zu diesem
zurückzuspringen und so mögliche Fehler zu beseitigen. Leider
benötigt die Funktion einiges an Festplattenplatz.
Wer also der Meinung ist, auf dieses Feature verzichten zu können,
der kann dies komplett deaktivieren. Man sollte sich aber im klaren darüber
sein, dass damit der Rettungsanker der Systemwiederherstellung nicht mehr
zur Verfügung steht.
Dazu in der "SYSTEMSTEUERUNG" unter "SYSTEM" auf "Systemwiederherstellung" und dort das Häckchen bei "Systemwiederherstellung auf allen Laufwerken deaktivieren" setzen.
Leider funktioniert diese Art der Deaktivierung manchmal
nicht. Daher noch in der Registry unter "HKEY_LOCAL_MACHINE \
SOFTWARE \ Microsoft \ Windows NT \CurrentVersion \ SystemRestore"
den Wert "DisableSR" auf "1" setzen.
Wenn der Wert noch nicht existiert muss er als REG_DWORD angelegt werden.
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| System File Protection |
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Bei jdem Systemstart scannt die "System File Protection" sämtliche
Windows System-Dateien. Bei Bedarf wird die Datei repariert, indem sie
aus einem
versteckten Ordner (\Windows\system32\dllcache) kopiert wird, in dem
ein Duplikat jeder orginal Windows System-Datei aufbewahrt wird. Das
kann dann schon
mal
300 MB
oder mehr
beanspruchen.
Um den Ordner zu leeren gibt man unter "START - AUSFÜHREN" folgendes ein: "sfc /purgecache".
Die Systemdateien werden nun geprüft und der Ordner anschließend geleert.
Nun sollte man den Ordner für die Zukunft auf eine bestimmte Größe
beschränken. Dazu wieder unter "START - AUSFÜHREN"
folgendes eingegeben: "sfc /cachesize=100". Damit wird
der Platz auf 100 MB beschränkt.
Wer ohnehin genügend Festplattenplatz zur Verfügung hat, kann
getrost auf einen eingriff an dieser Stelle verzichten.
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| Mehr als 2 Downloads gleichzeitig |
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Mit dem Internet Explorer sind standardmäßig
nur 2 Downloads gleichzeitig möglich. Auch das Surfen auf mehreren
Seiten gleichzeitig (mehrere Browserfenser) ist beschränkt.
Dies läßt sich mit 2 neuen Einträgen in der Registry beheben.
Dazu unter "HKEY_CURRENT_USER \ Software \ Microsoft \ Windows
\ CurrentVersion \ Internet Settings" die beiden Werte "MaxConnectionsPerServer"
und "MaxConnectionsPer1_0Server" jeweils als DWORD-Wert
anlegen und ihnen die Dezimal-Werte "8" zuweisen.
Den Wert gibt es natürlich auch für den Firefox-Browser.
Hier einfach im Browser als Adresse "about:config" aufrufen.
Die Konfiguration der gleichzeitigen Verbindungen ist über die folgenden
4 Einträge erreichbar:
- network.http.max-connections
- network.http.max-connections-per-server
- network.http.max-persistent-connections-per-proxy
- network.http.max-persistent-connections-per-server
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| Versteckte Autostartprogramme deaktivieren |
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Zusätzlich zu den normalen Autostart-Ordnern gibt es noch weitere Möglichkeiten, wie sich Programme und Treiber automatisch starten lassen. Von Zeit zu Zeit sollte man prüfen, was sich da so alles angesammelt hat.
Dazu gibt es das Tool "MSCONFIG". Um es zu starten
gibt man unter "START - AUSFÜHREN" einfach
"msconfig" ein.
Unter "Systemstart" kann man nun prüfen, was beim Systemstart so alles gestartet wird.
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| Menüverzögerung
ändern |
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Die Verzögerung beim Öffnen der Menüs (z.B.
Startmenü, Favoriten oder Kontextmenü) läßt sich
leicht in der Registry anpassen. Dazu unter HKEY_CURRENT_USER \ ControlPanel
\ Desktop den Wert für "MenuShowDelay" anpassen.
Der Standardwert beträgt "400". Bei
einem Wert von "0" werden die Menüs ohne Verzögerung
geöffnet.
Wer auf sämtliche grafischen Spielereien von Windows
XP verzichten kann, der sollte sich einmal die Einstellungen in der Systemsteuerung
unter SYSTEM --> ERWEITERT und hier
unter dem Punkt "SYSTEMLEISTUNG" anschauen.
Die "Visuelle Effekte" beeinflussen insbesondere
den Desktopaufbau und den Aufbau der Bildschirmfenster.
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| Startdateien optimal anordnen |
Ein neues Merkmal in Windows XP ist die Fähigkeit,
die Startdateien optimal anzuordnen und zu defragmentieren. Dadurch werden
alle Boot-Dateien neben einander auf der Festplatte angeordnet, um so schneller
zu booten. Standardmäßig ist diese Option aktiviert, aber bei
einigen Vorversionen (Beta und RC) war sie ausgeschaltet.
Wer also eine Beta- oder RC-Version sein Eigen nennt kann unter dem Registry-Schlüssel
HKEY_LOCAL_MACHINE \ SOFTWARE \ Microsoft \ Dfrg \ BootOptimizeFunction
nachprüfen ob "Enable" auf"Y" steht.
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| Dienste ausmisten |
Ein Tipp, der vielleicht noch am ehesten zur Leistungssteigerung
beiträgt, ist das Beenden nicht benötigter Dienste. Dies sorgt
nicht nur für eine eventuelle Leistungssteigerung, sondern trägt
auch noch für eine Erhöhung der Sicherheit bei, da einige Dienste
wie z.B. der Telnet-Dienst ein Sicherheitsrisiko darstellen können.
Allerings sollte man sich schon im klaren sein, welchen Dienst man im
konkreten Fall beendet und für was der jeweilige Dienst zuständig
ist, sonst kann es schnell zu einem bösen Erwachen kommen. Eine kleine
hilfestellung soll unsere Übersicht über die notwendigen Dienste
sein.
Die Übersicht ist unter DIESEM
LINK zu finden.
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