Heute ist Freitag, der 03. September 2010

 
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  Virtuelle Festplatten

Virtuelle Festplatten

Eine wesentliche Neuerung in Windows 7 ist die volle Unterstützung von virtuellen Festplatten im VHD-Format.
Das VHD-Format wird schon seit einiger Zeit von "Microsoft Virtual PC" als virtuelle Festplatte verwendet. In allen Windows 7 Versionen können diese virtuelle Festplatten nun in der Datenträgerverwaltung eingebunden werden.

Datenträgerverwaltung

In der Datenträgerverwaltung können aber nicht nur bestehende (von Virtual PC erstellte Festplatten) eingebunden werden, es können dort auch neue virtuelle Festplatten erstellt werden.

Es geht aber noch einen Schritt weiter. Unter Windows 7 Enterprise und Ultimate kann von diesen Festplatten der Rechner auch direkt gebootet werden.
Im Vergleich zu einer Software Virtuallisierung wie Virtual PC, Virtual Box oder VMware hat dies den Vorteil, dass auch aus dem virtuellen Betriebssystem heraus auf die komplette Hardware zugegriffen werden kann. Bei den Software Virtuallisierern ist dies so nicht möglich, dort stehen nur simulierte Grafikkarten, Soundkarten usw. zur Verfügung.

Ein vollwertiges Betriebssystem, das auf so einer virtuellen Festplatte installiert ist, ist besonders für Test- oder Demoumgebungen die perfekte Lösung.
Von der VHD-Datei kann leicht eine Sicherung erstellt werden, sodass man nach dem Test oder der Demonstration immer wieder leicht zum Ursprungszustand zurückkehren kann.

 


Windows 7 auf virtueller Festplatte installieren

Um Windows 7 Ultimate oder Enterprise nun auf einer virtuellen Festplatte zu installieren sind nur einige wenige zusätzliche Schritte notwendig.

Voraussetzung:

  • Windows 7 Enterprise oder Ultimate
  • Bereits vorhandene Partition auf einer Festplatte mit ca. 10-20 GB

Vorgehensweise:

  1. Den Rechner von der Windows 7 DVD booten
     
  2. Sobald der Windows 7 Installationbildschirm erscheint nicht den "Jetzt installieren" Button klicken.
    Stattdessen mit der Tastenkombination [Shift]+[F10] ein DOS-Fenster öffnen.
     
  3. Hier mit dem Befehl DISKPART das gleichnamige Tool starten
     
  4. Mit dem folgenden Befehl eine virtuelle Festplatte erzeugen.
    Dabei kann ein beliebiger Pfad und Name für die virtuelle Festplatte gewählt werden.
    TYPE=EXPANDABLE bedeutet, dass die Festplatte dynamisch bis auf die maximale Größe anwächst. TYPE=FIXED bedeutet, dass die Festplatte gleich mit der maximalen Größe angelegt wird. In der Praxis ist EXTENDABLE beim starten und beenden etwas langsamer. Die Größe wird in MB angegeben. In unserem Fall also ca. 10 GB.
    create vdisk file=”C:\virtuell.vhd” type=expandable maximum=10000
     
  5. Nun noch die neu angelegte Fesplatte auswählen
    select vdisk file=”C:\virtuell.vhd”

     
  6. Und zum Schluss ins Dateisystem einhängen
    attach vdisk
     
  7. Jetzt kann das DOS-Fenster wieder geschlossen werden und der "Jetzt installieren" Button geklickt werden.
     
  8. Als Installationsart BENUTZERDEFINIERT auswählen und als Installationsziel die zuvor erstellte virtuelle Festplatte auswählen.
    Die virtuelle Festplatte erkennt man an der Meldung mit dem gelben Ausrufungszeichen, dass Windows auf diesem Datenträger nicht installiert werden kann.
    Die Meldung kann ignoriert werden. Einfach auf WEITER klicken und das Setup wie gewohnt fortsetzen und beenden.