Heute ist Freitag, der 29. August 2008

 
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  ADSL / TDSL

W I N P A G E -- Netzwerk (ADSL / TDSL)
Einleitung

Die DSL-Technik wird, seit dem es günstige Flatrate Tarife gibt, immer beliebter und verbreitet sich rasant. Deshalb gibt es hier einmal einen kurzen Überblick über die DSL Technik.

Für weiterreichende Informationen sei an dieser Stelle die Webseite von Christian Peter unter http://adsl-support.de, bzw. sein Buch "Das große Buch T-DSL und ADSL" empfohlen (DATA Becker-Verlag, ISBN: 3815821541)

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In den folgenden Kapiteln die wichtigsten Auszüge mit freundlicher Genehmigung von Christian Peter.
 


Was ist T-DSL
T-DSL ist eine von der Telekom angebotene Variante der Übertragungstechnik ADSL. ADSL steht für "Asymmetric Digital Subscriber Line", auf Deutsch bedeutet dies "asymatrische digitale Anschlußleitung". Das bedeutet, dass sich die Bandbreite beim Hochladen ("Upstream") und Herunterladen ("Downstream") von Dateien unterscheidet. Beim Downstream Richtung Anwender ist sie wesentlich höher als in der Gegenrichtung. Dies ist besonders beim Surfen oder beim Laden größerer Datenmengen aus dem Internet ideal, da der Anwender dazu nur wenige Daten schickt, aber viele bezieht. Die ADSL-Verbindung wird über die normale Kupfer-Telefonleitung hergestellt.
 

Die Voraussetzungen

Für die Nutzung von T-DSL braucht man 3 Zusatzgeräte. Den sogenannten Splitter, sowie ein DSL-Modem und eine Netzwerkkarte.

  • Der Splitter trennt wie eine Weiche die auf die Telefonleitung aufmodulierten Datensignale (ab 138 Kilohertz) von den herkömmlichen Sprachsignalen (bis 120 Kilohertz), also den normalen Telefondienst von T-DSL. Man kann also alle Leistungsmerkmale von T-DSL gleichzeitig zum normalen Telefonverkehr nutzen.
  • Damit die DSL-Daten in ein für den Computer verständliches Signal umgewandelt werden können, benötigt man das DSL-Modem. Das DSL-Modem empfängt die Daten vom Splitter, wandelt sie um und leitet sie über das Netzwerkkabel an die Netzwerkkarte im PC weiter. Im Gegensatz zu einem analogen Modem verfügt ein DSL-Modem über einen eigenen Prozessor. Dieser ist notwendig, um die vielen Daten, die in hohen Geschwindigkeiten ankommen, schnell übersetzen und an den PC weiterleiten zu können.
  • Die Netzwerkkarte muss keine besonderen Standards unterstützen. Es genügt eine normale 10 Mbit Ethernet Netzwerkkarte mit RJ45 Anschluss

Da das DSL-Modem mittlerweile nicht mehr kostenlos von der TELEKOM zur Verfügung gestellt wird, gibt es nun auch andere Anbieter für DSL-Modems. Als logische Weiterentwicklung gibt es nun verschiedene Kombigeräte (z.B. von der Firma AVM), die das DSL-Modem und die Netzwerkkarte in einem externen Gerät oder in einer internen PC-Steckkarte vereinen.
 


Anschluß
Vom Splitter geht es einerseits zum ADSL-Modem und andererseits zum ISDN-NTBA, an dem eine Telefonanlage hängen kann. Daran kann wiederum ein analoges Telefon bzw. Faxgerät und ein ISDN-Telefon und ein PC mit einer Netzwerkkarte + ISDN-Karte angeschlossen sein. Im Normalfall wurde vor der T-DSL- Installation der ISDN-NTBA mit 2 Adern von der TAE-Dose gespeist. Bei der T-DSL- Installation wird jetzt diese Verbindung aufgetrennt und der Splitter dazwischengesetzt. Je nach NTBA-Alter und Kabelsituation besteht natürlich auch die Möglichkeit, dosenlos direkt zu verdrahten. Ab dem ADSL- Modem (Ethernet) sind in Form eines Twisted- Pair- Kabels 4 notwendige Adern in Verwendung. (Die ISDN-Karte ist nicht notwendig für eine T-DSL-Verbindung.) Mittlerweile gibt es T-DSL auch ohne T-ISDN, in Verbindung mit dem T-Net der Deutschen Telekom (analog).

Das kann DSL - rein rechnerisch

Der Download einer 1 MB großen Datei dauert mit einem herkömmlichen 56K-Modem geschlagene 150 Sekunden. Allerdings nur, wenn der Download mit 7 KByte/s erfolgt. In der Regel tritt dieser Fall allerdings nur selten auf, weil die Leitungsqualität trotz Digitalisierung des Leitungsnetzes nicht ausreicht. Viel eher sind in der Regel 4-5 Kilobyte/s möglich.
Über ISDN geht es da schon etwas schneller. In der Regel sind hier Übertragungsraten von bis zu 8 KByte pro Sekunde möglich. 1 MB wäre hier also in etwas mehr als 130 Sekunden übertragen.
Folgende Grafik zeigt die Möglichkeiten von DSL auf:



DSL im lokalen Netzwerk

Hardware-Lösung

Mit Hilfe eines Hardware-DSL-Routers, der PPP-over-Ethernet beherrscht (z.B. LANCOM/DSL 10 oder /DSL I-10 von Elsa), kann man Dank NAT mehrere PCs via DSL gleichzeitig ins Internet bringen und sorgt durch z.B. IP-Masquerading und Firewall-Funktionen für optimalen Zugriffsschutz auf das lokale Netzwerk (LAN).
 

Software-Lösung

Proxylösungen
z.B. WinGate, WinProxy, Jana-Server (Freeware, inkl. Proxy), Sambar-Server (Freeware, inkl. Proxy), Webwasher (Freeware, nur WWW), KEN!dsl (inkl. LAN-CAPI), etc.
Der JanaServer ist für den Anfänger sehr zu empfehlen, da er kostenlos und die Konfiguration auf der Homepage vom JanaServer sehr gut (mit Screenshots) erklärt ist.

NAT-Lösungen (oder NAT-artig)
z.B. free virtual GATELAND (Freeware), SyGate, WinRoute, NAT32, WinNAT, InternetShare, Internetverbindungsfreigabe (ICS) von Windows 98 SE, Windows ME, Windows 2000 etc.
Network Address Translation: Abbilden einer (dynamischen) Internet-IP-Adresse auf die privaten IP-Adressen in einem LAN (übliche Methode des Routens)

Sonstige Routing-Lösungen
z.B. Apple-Lösungen wie den IPNetRouter von Sustainable Softworks, Linux- bzw. Unix-Lösung mit PPPoE (z.B. den rp-pppoe von Roaring Penguin für Linux) und IP-Masqu./Firewall bzw. auch Proxy, etc.

Man muss sich allerdings im Klaren darüber sein, dass solche Software-Lösungen bei entsprechend hoher Anzahl von Lizenzen teurer sein können als ein Hardware-Router
 

Wieso man nicht einfach den NTBBA (ADSL-Modem) an einen Hub anschließen kann

Physikalisch ist das möglich. Man sollte aber einige Punkte berücksichtigen:
Der Hub (oder auch Switch) muss in der Lage sein, 10Mbps (half-duplex) zu leisten. Im Standardfall wird der NTBBA mit dem mitgelieferten (1-1)-Standardethernetkabel an den Uplink-Port des Hubs angeschlossen. Dabei könnte das Autosensing bzw. Autoswitchen zwischen 10Mbps und 100Mbps bzw. Half-duplex- und Full-duplex-Mode Probleme bereiten. Manche Hubs besitzen DIP-Schalter, mit denen man manuell diese Punkte bestimmen kann.

Beim Anschließen des NTBBA hat sich folgende Methode am besten bewährt:

Abziehen aller Netzwerkkomponenten von den Ports, Reset des Hubs!
Anschließen des NTBBA an den Uplink-Port, meistens Kontrolle über LED möglich.
Falls das erfolglos ist und man doch nicht genau weiß, welche Kabelbeschaltung die Richtige ist,
gibt es meistens am Uplink-Port einen Schalter (MDI, Normal/Uplink), der die Belegungs-Kreuzung aufhebt bzw. herstellt.
Hinweis: Natürlich kann man den NTBBA auch an einen normalen Port mit einem Crossover-Kabel anschließen.
Wiederanschließen der restlichen Netzwerkkomponenten. Man sollte sich im Manual des Hubs bzw. Switches erkundigen, ob nicht zwei Ports gekoppelt sind, d.h. gar nicht unabhängig voneinander benutzt werden können.
Im Gegensatz zur direkten Ansteuerung des NTBBA mit einer Netzwerkkarte mit 10Mbps ist es bei einem Dualspeed-Hub nicht nötig, die Netzwerkkarte des T-DSL-Einwahlrechners auf 10Mbps zu stellen, das geht dann auch mit 100Mbps. (Die 10 Mbps regelt dann der Dualspeed-Hub.)

Bemerkung:
Die Tatsache, dass es physikalisch möglich und vor allem sehr einfach ist, den NTBBA an einen Hub bzw. Switch anzuschließen, bedeutet nicht, dass diese Methode besonders zu empfehlen ist. (Funktionieren tut sie!) Der Hub wird Kollisionen durch den NTBBA fröhlich an das LAN weitergeben bzw. umgekehrt. (Bei dem Anschließen des NTBBA an einen Hub ist ja nicht klar, ob ein T-DSL-Rechner als Server gemeint ist oder der Versuch der Anwahl des NTBBA durch das "gesamte" LAN.) Ein Blindlastproblem wird sich in jedem Falle einstellen. (Damit ist der Einsatz eines größeren LANs gemeint und nicht 2 Rechner )
Nach neuesten Erkenntnissen ist der gesamte LAN-Traffic nicht nach außen sichtbar, falls die eingesetzten NTBBA über eine sogenannte Self Learning Bridge (SLB) verfügen, was bisher für die gängigen NTBBA (Siemens, Orckit, ECI) gilt. Eine Self Learning Bridge hat übrigens jeder gute Dualspeed-Hub (z.B. Netgear DS-108 10/100Mbps Dual Speed Hub 8-Port) eingebaut zur Trennung 10Mbps / 100Mbps.

Erläuterung der Problematik:
Schaut man sich RfC2516 genauer an, so sieht man, daß sich PPP over Ethernet (PPPoE) bei den Ethernetpaketen (bzw. -Frames) durch zwei markante ETHER_TYPEs (0x8863 und 0x8864) erkennbar macht. Würde nun der NTBBA als dumme Bridge direkt am Hub sämtliche Ethernetpakete einfach durchreichen, also auch die, die nicht nur für PPPoE gedacht sind, so ginge der gesamte Ethernetverkehr am Hub nach außen, also vom NTBBA direkt zum Breitband-PoP.
 


RASPPPOE

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, über das DFÜ-Netzwerk eine ADSL Verbindung herzustellen, eine recht einfache ist das Tool RASPPPOE von Robert Schlabbach. Das Tool läßt sich auf seiner Homepage unter http://user.cs.tu-berlin.de/~normanb/ herunter laden.

Nach der Installation (eine ausführliche Anleitung liegt dem Tool bei) befindet isch in der Netzwerkumgebung ein zusätzliches Protokoll mit dessen Hilfe sich über das DFÜ-Netzwerk eine Verbindung aufbauen läßt.

In jedem Fall setzt sich der Benutzername wie folgt zusammen:

Anschlusskennung + T-Online-Nummer + # + Mitbenutzer @t-online.de

Beispiel:
Anschlusskennung: 111111111111
T-Online-Nummer: 22222222
Mitbenutzernummer: 0001

Dann lautet Ihr Benutzername: 11111111111122222222#0001@t-online.
 

Mit freundlicher Genehmigung von http://adsl-support.de